Bewusstseinsbildung

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Sr. Maria Schlackl organisierte die Veranstaltungsreihe

Montagabend fand im Ursulinenhof in Linz die dritte Informationsveranstaltung der Initiative „Aktiv gegen Menschenhandel – aktiv für Menschen Würde in OÖ“ statt.

Die Zahlen sind schockierend. Jedes Jahr werden nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) 2,4 Millionen Menschen Opfer von „Human trafficking“.

Das heißt, dass derzeit weltweit nicht Duzende, nicht Hunderte, nicht Tausende, sondern Millionen Menschen als moderne Sklaven leben. Diese Sklaverei beinhaltet Arbeitsausbeutung, Organhandel und Zwangsprostitution.

Der Mensch ist Ware – eine sehr lukrative. Nach dem Drogen- und Waffenhandel ist der Menschenhandel der einträglichste Wirtschaftszweig auf dem kriminellen Markt. Der Jahresumsatz wird auf 32 Mrd. US Dollar geschätzt.

Menschenhandel passiert in der Illegalität, im Schatten. Das und die verheerende Armut im östlichen Europa und in anderen Herkunftsländern machen den Kampf gegen dieses Verbrechen so schwierig.

Sr. Maria Schlackl von den Salvatorianerinnen hat es sich zum Ziel gesetzt, den Menschenhandel in Oberösterreich zu bekämpfen. Mit viel Engagement will sie die Menschen aufrütteln und ein Bewusstsein schaffen.

Dafür lud sie zum dritten Mal zu einem Informationsabend in den Ursulinenhof in Linz.
Vertreter aus der Politik, der Wirtschaft, der Exekutive, des Sozialdienstes und der Kirche beleuchteten im Laufe der Veranstaltungsreihe die Thematik aus ihren Perspektiven.

LH Dr. Josef Pühringer betonte bei seiner Rede, wie wichtig eine gute internationale Zusammenarbeit sei. Die Europäische Union biete seiner Meinung nach die richtigen Werkzeuge im Kampf gegen den Menschenhandel.

Europaparlamentarierin Maria Noichl erklärte, dass die Europäische Union ihre Verantwortung erkannt habe. Seit eineinhalb Jahren würde an einer „Social Pillar“ (soziale Säule) gearbeitet. Diese thematisiert die sozialen Ungleichheiten innerhalb der EU.

Bis die Politik jedoch soweit ist, die Ungerechtigkeit, auf der die Misere gründet, zu beenden. Bis die Wirtschaft von sich aus einsieht, dass es unethisch ist, auf Kosten anderer Profite zu machen.
Bis dahin ist es an uns, der Gesellschaft, eine Veränderung zu bewirken.

Ein Großteil der Frauen, die in der Prostitution arbeiten, tun dies, weil sie dazu brutal gezwungen werden. Der illegale Handel mit Menschen funktioniert, weil es dafür einen Markt gibt. Einmal mehr ist also der Konsument gefragt.

Mehr Informationen zum Thema gibt es auf der Seite von ware-mensch.at

 

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